Ein Flugticket für «Mrs. Ave Maria»

Eine Gruppe will eine Kopie der Madonna von Fatima in die Schweiz holen. Für den Flug bekommt die Statue ein eigenes Flugticket. Dieses lautet auf den Vornamen «Ave» und Nachnamen «Maria».

Von Sylvia Stam |  31.03.2025

Die Marienstatue flog als Passagierin mit eigenem Ticket. |Bild: Benjamin Aepli

Aus Fatima stammt die Tradition der Pilgermadonna – einer Marienstatue, die jeweils für eine begrenzte Zeit in einer Pfarrei zu Gast ist, ehe sie weitergegeben wird. Diese Tradition soll nun auch in der Schweiz wieder aufleben. Die Idee dazu stammt von Benjamin Aepli, Geschäftsführer der Stiftung «Mission Maria», einer Bewegung zur Förderung der Marienverehrung. 

Von Hand geschnitzt

Um eine solche Madonna in Empfang zu nehmen, machte eine Gruppe von rund 20 Personen, darunter Beat Emmenegger, Kirchgemeinderat von Utzenstorf BE, eine Pilgerreise nach Portugal. Bei der rund 1,20 Meter hohen Marienstatue handelt es sich «um eine originaltreue Kopie Unserer Lieben Frau von Fatima», erzählt er gegenüber dem Berner «pfarrblatt». «In der Nähe von Porto wurde die 
Statue geschnitzt, bemalt und mit Gold verziert.» Am 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess, sei die Statue «in der eindrücklichen Basilika von Fatima im Beisein von gegen sechstausend Personen von Ortsbischof José Ornelas Carvalho gesegnet worden», berichtet Emmenegger. 

Reise in der Kabine

Die Rückreise erwies sich für die Madonna als nicht ganz unproblematisch. Als Gepäckstück war die Statue zu gross und zu schwer. Ein Transport via Luftfracht hätte hohe Kosten verursacht und das Risiko einer Beschädigung mit sich gebracht. Deshalb bemühte sich die Pilgergruppe um die Mitnahme in der Kabine. «Nach Gesprächen mit der Fluggesellschaft und einigem organisatorischem Aufwand, der den Flug auch noch etwas verzögerte, durfte die Statue schliesslich mit einem Ticket als «Mrs. Ave Maria» auf einem eigenen Sitzplatz in der Kabine reisen», so der Kirchgemeinderat.

Die Madonna erhielt einen eigenen Sitz- platz neben Benjamin Aepli. |Bild: zVg

«Die ehrwürdige Mitreisende zog dabei die Aufmerksamkeit des Bordpersonals und einiger Mitreisender auf sich. Als wir endlich mit der Statue im Flugzeug ankamen, applaudierten einige Passagiere», erzählt Emmenegger. Nach einem reibungslosen Flug kam die Madonna schliesslich unbeschadet in der Schweiz an. 

Ihre Pilgerreise durch Schweizer Pfarreien startet am 10. Mai in Utzenstorf. Im Rahmen eines Gottesdienstes wird der Basler Bischof Felix Gmür die Madonna dann feierlich aussenden. Pfarreien, welche die Madonna für eine Weile bei sich aufnehmen möchten, können sich an info@fatima.ch wenden.